Frühstück mal anders

Samstagmorgen acht Uhr. Der Intercity von Basel über Bern nach Interlaken stand zur Abfahrt bereit. Ich und meine Kollegin übernahmen den Zug, der zuvor aus Zürich angekommen war. Er hatte einen kleinen Schönheitsfehler. In der Mitte des Zuges befand sich kein Restaurant. Nicht so optimal, wenn man bedenkt, dass die samstäglichen Ausflügler schon ganz ungeduldig auf ihr Kaffee warteten.

Das Problem war noch um einiges grösser, wie sich herausstellen sollte. Gleich zwei Wandergruppen hatten sich für das Restaurant angemeldet. Die Plätze waren reserviert, Kaffee und Gipfeli bereits bezahlt. Gut gibt es Leute die mitdenken. So wurden für die Gruppen vorzeitig Plätze in der 1. Klasse freigehalten und der Mann von der Minibar organisierte Gipfeli vom Bäcker am Bahnhof.

Problem behoben? Nicht ganz. Ausgerechnet jetzt streikte die Kaffeemaschine der Minibar. Statt Kaffee, gab es nun Cola und Mineral zu den Gipfeli. Nicht das, was sich die Gruppen unter einem Frühstück im Restaurant vorstellten. Dass Züge ausserplanmässig und kurzfristig ohne Restaurant verkehren, kann schon mal vorkommen. Grund für das Fehlen war an jenem Tag wohl ein technischer Mangel, der dringend behoben werden musste. Daher blieb das Restaurant mal eben in der Werkstatt in Basel zurück.

Zum Glück für mich und meine Kollegin, trugen es die Gruppen mit Fassung.

 

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